Meine Themen

Öko-soziales Wirtschaften

Antrieb für mein Handeln — privat, beruflich und politisch — ist das Stoppen der Klimakrise und die Wahrung bzw. Realisierung von Menschenrechten weltweit. In beiden Bereichen nimmt unser Wirtschaftssystem eine Schlüsselrolle ein, denn häufig gehen damit ein ungezügelter Ressourcenverbrauch und die Ausbeutung von Menschen einher.

Gleichzeitig weiß ich selbst als Unternehmerin, wie viel Freude es macht, Neues in die Welt zu setzen, im kleinen Rahmen selbst gestalten und kreativ arbeiten zu können.

Deshalb will ich, dass sich unser Wirtschaftssystem konsequent am Gemeinwohl orientiert und wir Wachstum und Ressourcenverbrauch voneinander entkoppeln. Dass wir einen neuen Wohlstandsbegriff definieren, der sich nicht nur am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientiert. Wohlstand sollte neben ökonomischen auch ökologische, soziale und gesellschaftliche Entwicklungen umfassen.

Ein Lösungsbaustein dabei sind für mich Sozialunternehmen und Social Entrepreneurs: Sie lösen gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischen Mitteln. Sie entwickeln nicht nur technische Innovationen, sondern auch soziale Innovationen. Deshalb arbeite ich politisch darauf hin, dass Sozialunternehmen besser gefördert werden.

Konkretes für München

  • Vorbild München
    Aufträge und Gewerbeflächen der Stadt werden bevorzugt an öko-soziale Unternehmen vergeben
  • Die Hälfte der Macht den Frauen
    Mindestens 50 % Frauen in Führungspositionen bei der Verwaltung und den städtischen Betrieben
  • Digitalisierung
    Digitaler Behördengang wird zur Regel und kostenfreies WLAN in U-Bahnen und Busse
  • Divestment
    Auch Finanzgeschäfte haben Einfluss auf Ressourcen und Menschenrechte. Münchens Kommunalfinanzen dürfen daher nur in nachhaltige und ethische Geldanlagen investiert werden.

Plastik? Nein danke!

Mit meinem Projekt Coffee To Go Again setze ich mich seit 2015 für eine Reduzierung von Einwegbechern ein. Meinen Kampf gegen sinnlose Einwegverpackungen & Co. will ich im Münchner Rathaus fortführen. Den Einsatz von Mehrwegmaterialien will ich bei der Stadt zur Pflicht machen. Dazu will ich u.a. ein einheitliches Pfandsystem für To-Go-Artikel etablieren und entsprechende Rücknahmeautomaten im gesamten Stadtgebiet installieren. Jedes Stadtviertel soll außerdem verpackungsarme Einkaufsmöglichkeiten erhalten.

Demokratie & Politische Bildung

Ich bin Jahrgang 1989 und durfte mein ganzes Leben in Frieden verbringen. Demokratie ist für viele in meiner Generation etwas Selbstverständliches. Zur Zeit merken wir aber: Wir müssen die Demokratie jeden einzelnen Tagen verteidigen und stärken. Es gibt auf verschiedenen Ebenen viel zu tun. Was kann ich aber konkret als Stadträtin vor Ort tun? Denn Demokratie beginnt natürlich in der Kommune, vor der eigenen Haustür. Als konkretes Projekt für meinen Stadtteil Pasing-Obermenzing, aber auch darüber hinaus, möchte ich mehr (konsumfreie) Begegnungsorte schaffen. Im Gespräch miteinander sein ist für mich ein essenzieller Baustein für ein gutes Zusammenleben. Außerdem braucht es mehr Unterstützung für die Zivilgesellschaft und mehr Geld für Demokratie-Projekte.

Als Politikwissenschaftlerin ist es mir ein großes Anliegen zu vermitteln, wie Politik eigentlich abläuft. Das heißt für mich einerseits über verschiedene Kanäle von meiner Arbeit zu berichten. Deshalb habe ich im letzten Jahr auch meinen Podcast ins Leben gerufen. Denn das politische Geschehen verdient mehr Kontext und Raum. Als Stadträtin möchte ich daher gerne auch Formate schaffen, die mehr Austausch ermöglichen. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass auch Menschen, die zum ersten Mal dabei sind, gleich mitdiskutieren können. Außerdem bin ich kein Fan von einer Aneinanderreihung von Statements: Aus einem Treffen soll etwas Konstruktives entstehen, weshalb für mich interaktive Mitmachmöglichkeiten ein Muss sind. Natürlich braucht es auch dringend mehr politische Bildung an Schulen.